Sie sind hier

27.10.2022
Arbeitspapier

Junge Volljährige - Übergangsplanung und Nachbetreuung gut gestalten.

AFET-IMPUL!SE-Papier Nr. 16. Dieses Arbeitspapier beschäftigt sich mit den verbesserten Leistungsansprüchen für junge Volljährige in der Jugendhilfe nach der SGB VIII-Reform.

Einleitung des Arbeitspapiers

Nur wer die Rechte kennt, kann sie wahrnehmen. Nur wer sie vermittelt, kann zur effektiven Gewährung beitragen.

Die rechtlichen Verbesserungen, die das KJSG für die Zielgruppe der jungen Volljährigen und der sog. Careleaver*innen gebracht haben, sind zu begrüßen. Mit den Änderungen der Paragrafen 41, 41a und 36b SGB VIII sind viele der Forderungen bzw. Anregungen der Verbände aus dem Gesetzgebungsverfahren umgesetzt worden und der Gesetzgeber hat den bereits im 14. Kinder- und Jugendbericht aus dem Jahr 2013 (Deutscher Bundestag, BT-Drs. 17/12200) geschilderten Problemen Rechnung getragen und explizit die Gruppe der jungen Volljährigen sowie Careleaver*innen in den Blick genommen. Gleichwohl ist das Recht immer nur so gut wie die Fachlichkeit, die es anwendet, so dass sich der rechtliche Fortschritt auch an seiner Umsetzung messen lassen muss. Sodann ergibt sich aus der praktischen Anwendung vielfach erneuter Bedarf für rechtliche Präzisierungen. Im Folgenden wird daher zunächst komprimiert auf den Fortschritt durch das KJSG eingegangen, um sich sodann den noch bestehenden Herausforderungen sowie offenen Fragestellungen zu widmen und Impulse für die Zukunft zu geben. 

 Inhaltliche Schwerpunkte

1. Fortschritt

Anspruch auf Hilfe für junge Volljährige besteht schon, wenn Abbruch der Hilfe die Entwicklung des jungen Menschen gefährdet. (§ 41 SGB VIII) 

1.1. Übergangsplanung wird für die Kinder- und Jugendhilfe verbindlich (§ 36B ABS. 1 SGB VIII).

1.2. Nachbetreuung vermittelt Beratung und Unterstützung jenseits der Hilfe nach § 41 SGB VIIII (§ 41 a SGB VIII)

2. Herausforderung und Impulse für die Zukunft 

Das könnte Sie auch interessieren

Bericht zur Veranstaltung

Von Care-Leavern lernen

Zusammenfassung der Tagung vom 17.-18.09.2015 in Berlin mit Veröffentlichung der Vorträge und Workshopergebnisse.
Bericht zur Veranstaltung

Dokumentation des Fachtages „Pflegefamilie – und dann? Careleaver im Übergang"

Das Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. hat eine Dokumentation des Fachtages vom 19. Juni 2017 in Berlin veröffentlicht - mit den Vorträgen, Ergebnissen der Workshops und Fotos.
Gutachten

Gutachten zur Rechtsqualität des § 22 Abs.2a SGB II für junge Volljährige

Der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. hat im Januar 2008 das Projekt "Zwischen Jugendhilfe und SGB II: Auszugsberatung für junge Volljährige" gestartet.
Bericht zur Veranstaltung

Bildungserfolge für alle!

Am 5. Dezember veranstaltete Careleaver e.V. gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen, der Universität Hildesheim und der Ev. Stiftung Arnsburg den Online-Fachtag „Bildungserfolge für alle – gute Praxis in den Hilfen zur Erziehung und ihren Schnittstellen!
Gutachten

von:

Nachricht aus Hochschule und Forschung

Die Hilfe für mehrfach benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene muss dringend verbessert werden

Eine hochkaratäige Expertengruppe hat für den Paritätischen Gesamtverband eine Stellungnahme zur Verbesserung der Hilfen für integrationsgefährdete Jugendliche und junge Erwachsene erarbeitet.
Fachartikel

von:

Flügel ohne feste Wurzeln?

Wenn das Pflegekind erwachsen wird!

Wie ist es, ein Pflegekind in die Selbstständigkeit zu entlassen? Wer entscheidet eigentlich über den richtigen Zeitpunkt und warum wird gerade von Pflegekindern erwartet, dass sie mit ihrem 18. Geburtstag auch tatsächlich erwachsen sind? Wie stehen die Chancen für behinderte Pflegekinder, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden?
Stellungnahme

von:

Jugendhilfe und dann...? Care Leaver haben Rechte!

Positionspapier der IGfH und des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim zu den Möglichkeiten Junger Volljährige nach der Jugendhilfe
Stellungnahme

von:

Gemeinsame Stellungnahme der Careleaver, IGFH und Uni-Hildesheim zur Hilfe für junge Volljährige

In der gemeinsamen Stellungnahme wird explizit auf die Widersprüchlichkeit der vorgeschlagenen Änderung der Hilfe für junge Volljährige - keine "Soll-Leistung" sondern "Kann-Leistung"- zu bisherigen Stellungnahmen des Bundesrates verwiesen.
Stellungnahme

18 Jahre alt - und dann?

Die Zahlen zur Altersverteilung in den Hilfen zur Erziehung zeigen einen massiven Einbruch der Hilfen beim Übergang vom 17. zum 18. Lebensjahr, der sich dann weiter fortsetzt. Mit diesen Daten haben wir beim Parlamentarischen Abend der Fachverbände der Erziehungshilfen das Statement der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) eröffnet. Eine notwendige neue Diskussion in Deutschland!