Sie sind hier

29.09.2019
Arbeitspapier

Kindesmisshandlung, - missbrauch, -vernachlässigung unter Einbindung der Jugendhilfe und Pädagogik (Kinderschutzleitlinie)

Die Kinderschutzleitlinie beinhaltet Handlungsempfehlungen zum Schutz und zur Förderung von Kindern und Jugendlichen. Alle Fachkräfte aus den Bereichen des Gesundheitswesens, der Jugendhilfe und Pädagogik sollen sowohl für das Erkennen und den Umgang mit einer Kindesmisshandlung, -vernachlässigung oder einem sexuellen Missbrauch als auch für die Vermittlung von Unterstützungen bei Bedarfen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien sensibilisiert und unterstützt werden. Eine rechtliche Grundlage ist das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG).

Die Entscheidung zur Entwicklung einer wissenschaftlichen und übergeordneten Leitlinie zur Erkennung, Feststellung und Sicherung von Kindesmisshandlung, - vernachlässigung und sexuellem Missbrauch und zum Schutz vor Reviktimisierung wurde 2011 im Rahmen des Runden Tisches sexueller Missbrauch getroffen. An der Entwicklung waren 82 Fachgesellschaften, Organisationen, Bundesministerien und Bundesbeauftragten beteiligt.

Alle Handlungsempfehlungen setzen das Einverständnis der Betreffenden voraus. Das Einverständnis erfolgt durch die einwilligungsfähigen Minderjährigen oder die Personensorgeberechtigten.

Diese Kinderschutzleitlinien sind bis zum 31. Januar 2024 gültig. 

Auf der Webseite der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Im September wurde die Veröffentlichung aktualisiert und ergänzt. 

Auf der Webseite finden Sie folgende verfügbare Dokumente
  • Kurzfassung der Leitlinie "Kindesmisshandlung, - missbrauch, -vernachlässigung unter Einbindung der Jugendhilfe und Pädagogik (Kinderschutzleitlinie)"
  • Langfassung der Leitlinie "Kindesmisshandlung, - missbrauch, -vernachlässigung unter Einbindung der Jugendhilfe und Pädagogik (Kinderschutzleitlinie)"
  • Leitlinienreport
  • Evidenzbericht
  • Änderungen der Langfassung (Dieses Dokument enthält alle Kommentierungen der öffentlichen Konsultationsphase und des Review Verfahrens durch die beteiligten Fachgesellschaften und Organisationen)
  • Zusatzdokument "Soziale Arbeit"
  • Zusatzdokument "APP Pilani kinder schützen"
  • Zusatzdokument "Gynäkologie"
  • Zusatzdokument "Krankenpflege"
  • Zusatzdokument "Medizin"
  • Zusatzdokument "Psychologie"
  • Zusatzdokument "Rechtsmedizin"
  • Zusatzdokument "Kinder- und Jugendversion_1"
  • Zusatzdokument "Kinder- und Jugendversion_2"
  • Kitteltaschenkarte "Hämatome"
  • Kitteltaschenkarte "Vorgehen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung"
  • Zusatzdokument "Dentale Vernachlässigung & Verzahnung im Kinderschutz"
  • Zusatzdokument "Bildgebung bei Verdacht auf Kindesmisshandlung"
  • Zusatzdokument "Strukturierte Befragung von Kindern und Jugendlichen"
  • english version "Child abuse and neglect guideline: involving Youth Welfare and Education Services"
  • report "Child abuse and neglect guideline: involving Youth Welfare and Education Services"
  • Kitteltaschenkarte "Anhaltspunkte für eine Vernachlässigung bei Kindern bis 5 Jahre"
Federführende Fachgesellschaften
  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)
  • Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V. (DGKCH)
  • Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ)
  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP)
  • Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie (GPR)
  • Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin (DGRM)

Das könnte Sie auch interessieren

Nachricht aus Hochschule und Forschung

Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt

Erster Forschungsbericht zum gemeinsamen Forschungsprojekt des Bundesministeriums des Innern und des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen e.V.
Stellungnahme

von:

von:

Sexueller Missbrauch - 10 Thesen die betroffene Kinder und Jugendliche in den Blick nehmen

In Vorbereitung und aus Anlass eines Expertengesprächs im BMFSFJ, auf Einladung von Bundesfamilienministerin Dr. Giffey hat Prof. Jörg M. Fegert zehn Thesen formuliert und mit Arbeitsergebnissen belegt. Sie sollen psychisches Leid sowie körperliche und psychische Langzeitfolgen durch Prävention und geeignete Intervention mindern, denn es ist wichtig, dass Betroffene und ihre Interessen bei politischen Debatten im Fokus stehen und nicht allein die Täter und Täterinnen und ihre abscheulichen Taten.
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Erster Forschungsbericht zur Repräsentativbefragung Sexueller Missbrauch 2011

Bei dem vorliegenden Bericht handelt es sich um einen ersten Zwischenbericht zum Projekt „Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen: Eine Befragung von 16- bis 40-Jährigen“, der 12 Monate nach Projektbeginn erstellt wurde.
Fachartikel

von:

Gequält, verkauft und im Netz angeboten - Opfer und Überlebende von „Internet-Pornografie“ fordern uns heraus

Es gibt wohl nichts Schrecklicheres für ein Kind, einen jugendlichen oder erwachsenen Menschen, als bewusst und absichtsvoll gequält zu werden. Opfer sogenannter „Kinderpornografie“ und sadistischer bzw. ritualisierter Gewalt haben erlebt, wie Täter sie von einem menschlichen Wesen zu einem „Ding, mit dem man tun kann, was man will“, gemacht haben. Wie können wir die Überlebenden angemessen begleiten, was brauchen sie, um sich geschützt zu fühlen, wenn sie aus organisierten Täterringen fliehen, und wie muss die Gesellschaft ihnen entgegenkommen, damit sie merken, dass wir „verstanden“ haben?
Bericht zur Veranstaltung

Hörfunksendung des BR2 zum Thema sexueller Missbrauch

In dem "Notizbuch Freitagsforum" gab es am 3.Juni die Sendung "Wie Missbrauchsopfer zurück ins Leben finden"
Arbeitspapier

Gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Der Nationale Rat hat ein Arbeitspapier veröffentlicht, in dem die Arbeitsergebnisse seiner Arbeit zusammengefasst und Schwerpunkte erarbeitet wurden. Titel des Papiers "Gemeinsame Verständigung des Nationalen Rates gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen". Der Nationale Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist rund zehn Jahre nach Einrichtung des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ (2010/11) durch die Bundesregierung das Forum für den langfristigen und interdisziplinären Dialog zwischen Verantwortungsträgerinnen und -trägern aus Politik und Gesellschaft.
Abschlussbericht

Ergebnisse des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“

In einem ersten Schritt hat die Arbeitsgruppe des Sozialwissenschaftlichen FrauenForschungInstituts Freiburg evaluiert, wie viele auf sexuellen Kindesmissbrauch spezialisierte Beratungsstellen es bundesweit gibt und wie diese verteilt sind. In einem zweiten Schritt haben die Wissenschaftlerinnen mit den Mitarbeiter(innen) der Beratungsstellen eine Befragung durchgeführt zu den Rahmenbedingungen und Spezifikationen ihrer Arbeit.
Abschlussbericht

Helmut Kentlers Wirken in der Berliner Kinder- und Jugendhilfe

Die Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie stellte gemeinsam mit dem Forschungsteam der Uni Hildesheim den Ergebnisbericht zu „Helmut Kentlers Wirken in der Berliner Kinder- und Jugendhilfe - Aufarbeitung der organisationalen Verfahren und Verantwortung des Berliner Landesjugendamtes“ vor.
Arbeitspapier

von:

Strafverfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen

Im Fall von sexueller Gewalt bzw. dem Verdacht auf sexuelle Gewalt gegen ein Kind oder ein*e Jugendliche*n stellen sich für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe in Bezug auf die Einleitung und den Ablauf eines Strafverfahrens zahlreiche Fragen. Das DIJuF hat auf Basis eines in seiner Fachzeitschrift 'Jugendamt' erscheinenden Artikels immer wiederkehrende Fragen und entsprechende Antworten zum Thema in einem Arbeitspapier zusammengefasst und auf seine Webseite gestellt.
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Schulkinder ohne Schutz?

Eine Studie des Deutschen Jugendinstitut (DJI), die vom Unabhängigen Beauftragen für Fragen des Sexuellen Missbrauchs in Auftrag gegeben wurde, zeigt, wie es an deutschen Schulen um den Schutz vor sexuellem Missbrauch steht