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28.05.2024
Arbeitspapier

Verfahrenslotsen und Teilhabebegleitung

AFET - Bundesverband für Erziehungshilfe e.V. hat ein Arbeitspapier veröffentlicht, in dem die Aufgaben der unabhängige Beratungsstellen (EUTB´s) als Struktur der Behindertenhilfe und die seit Januar 2024 implementierten Verfahrenslotsen in der Kinder- und Jugendhilfe in den Blick genommen und analysiert werden.

Vorwort des Herausgebers zum Arbeitspapier

Der AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe befasst sich seit vielen Jahren mit der inklusiven Ausrichtung des SGB VIII (Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe).

Ein Aspekt im Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG), das im Juni 2021 in KraŌ getreten ist, sind die neu geschaffenen Stellen der Verfahrenslotsen in den Jugendämtern, die der Gesetzgeber verbindlich vorschreibt. Der AFET als Verband der Erziehungshilfe hat sich vielfach mit dem Konstrukt der Verfahrenslotsen auseinandergesetzt, sowohl auf Vorstandsebene als auch in den Gremien, in seiner FachzeitschriŌ dem „Dialog Erziehungshilfe“ und in seiner Impulspapierreihe zum KJSG.

Die Verfahrenslotsen sollen -wie der Name schon nahelegt- junge Menschen mit (drohenden) Behinderungen und ihre Familien ansprechen und durch den Dschungel der Strukturen und Zuständigkeiten leiten, zudem den Jugendämtern in halbjährlichen Berichten sachdienliche Hinweise geben, wo es „hakt“ und wo es entsprechender Veränderungen bedarf.

Seit 2018 exisƟeren bundesweit 814 Ergänzende unabhängige Beratungsstellen (EUTB´s) als Struktur der Behindertenhilfe. Sie haben Überschneidungen mit den seit Januar 2024 implemenƟerten Verfahrenslotsen in der Kinder- und Jugendhilfe. Daher gilt es, beide Strukturen in den Blick zu nehmen und näher zu analysieren, zumal der Gesetzgeber beabsichƟgt, die Stellen der Verfahrenslotsen auch bei Umsetzung eines Inklusiven SGB VIII im Jahr 2028, weiter bestehen zu lassen.

Zum Verständnis der beiden Strukturen, die das Ziel gleichberechƟgter Teilhabe verfolgen, möchte dieser Band einen Beitrag leisten. Wo finden sich Gemeinsamkeiten, wo bestehen Unterschiede, wie können Synergieeffekte nutzbar gemacht werden?

Der AFET-Bundesverband für Erziehungshilfe dankt den beiden Autoren John Meister und Dirk Bange (Nähere InformaƟonen auf S. 34) sehr herzlich für die Erarbeitung der vergleichenden Übersicht und stellt die Veröffentlichung gerne den Akteur*innen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Behindertenhilfe/den EUTB´s kostenlos als Download zur Verfügung.

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