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eit jeher nehmen Menschen Kinder, die nicht ihre leiblichen sind, in ihre Familie auf und sorgen für sie. Die Motive haben sich im Lauf der Geschichte geändert, wobei es immer Menschen gab, die Kinder aus selbstlosen Gründen und aus der Not heraus angenommen haben.

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Seit jeher nehmen Menschen Kinder, die nicht ihre leiblichen sind, in ihre Familie auf und sorgen für sie. Die Motive haben sich im Lauf der Geschichte geändert, wobei es immer Menschen gab, die Kinder aus selbstlosen Gründen und aus der Not heraus angenommen haben.

Bis ins letzte Jahrhundert hinein fanden Adoptionen in erster Linie im Interesse der annehmenden Erwachsenen statt. So waren Adoptionen in reichen kinderlosen Haushalten üblich, um die Erbfolge zu sichern. Erst in den 1960er Jahren rückten die Belange der Kinder immer mehr ins Bewusstsein der Gesetzgebung.

Heute steht die Adoption, die sogenannte "Annahme als Kind", ganz klar unter dem Primat des "Kindeswohls" und ist zu einer rechtlich verankerten Möglichkeit geworden, verlassenen Kindern ein Leben in einer sie schützenden und liebenden Familie zu geben.

Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 4748 Kinder adoptiert. Bei 59 Prozent handelte es sich um eine Adoption durch Stiefeltern oder Verwandte. Der Anteil der Adoptionen, bei denen Adoptiveltern und Kind einander "fremd" waren, sank von 47% (1993) auf 40% (2006). 29 Prozent der Kinder (2006) besassen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. 40% aller 2006 adoptierten Kinder und Jugendlichen waren unter sechs Jahre alt, 30% zwischen sechs und elf Jahren und 30% zwölf Jahre oder älter. (Zahlen des Statistischen Bundesamtes)

Der Ablauf eines Adoptionsverfahrens richtet sich vor allen Dingen danach, ob ein Kind aus dem Inland oder dem Ausland adoptiert wird. Nachdem die Entscheidung, ein Kind zu adoptieren, getroffen worden ist, ist der erste Schritt der Gang zum örtlichen Jugendamt oder zu einer anerkannten Adoptionsvermittlungsstelle eines freien Trägers.

Im Jahr 2006 standen zehn Bewerberpaare bzw. Einzelbewerber/innen, von denen die meisten ein möglichst junges, gesundes Baby adoptieren möchten, einem zur Adoption vorgemerkten Kind gegenüber. Die grosse Differenz zwischen Bewerberzahl und Anzahl der zur Adoption freigegebenen Kinder macht schnell deutlich, dass es nicht immer möglich ist, ein Baby zu adoptieren.
Möchten Sie andere Adoptiveltern/ -bewerber oder Adoptierte an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen? Wir freuen uns immer über Erfahrungsberichte zur Veröffentlichung. Schreiben Sie uns einfach! Kontaktformular

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Immer sollte sich vor Augen geführt werden, das die Vermittlungsstellen genau prüfen müssen, ob die Eltern tatsächlich zu dem ausgesuchten Kind passen. Ihre Prämisse ist, nicht ein passendes Kind für Eltern zu suchen, sondern die passenden Eltern für ein Kind. Das Wohl des Kindes steht an erster Stelle. Daher ist das Adoptionsverfahren ein langwieriger und für die Adoptionsbewerber/innen mühsamer und oft belastender Prozess.

Eine weitere Möglichkeit, wie es zu einer Adoption kommen kann, ist die Adoption aus einem Pflegekind-Pflegeeltern-Verhältnis.

Letzte Aktualisierung am: 
09.05.2008

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