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24.04.2024
Erfahrungsaustausch

Pflegekassenleistungen für unser Pflegekind

In unserer neuen Rubrik "Erfahrungsaustausch" veröffentlichen wir zukünftig Anfragen von Pflegeeltern oder anderen Beteiligten der Pflegekinderhilfe, die zur Hilfestellung bei bestehenden Schwierigkeiten gerne die Erfahrung und Meinung anderer Pflegeeltern oder Kollegen und Mitstreiter erfahren möchten. Wir werden die Anfragen anonymisieren und bitten um Antworten auf dem Kontaktformular von moses-online. Alle Anregungen und Informationen werden an die Anfragenden weitergeleitet. Die heute vorgestellte erste Anfrage bittet um Hilfe bei Fragen zur Krankenversicherung, Pflegeleistung etc. eines Pflegekindes und den als verwirrend empfundenen Verwaltungsverfahren.

Anfrage von Pflegeeltern (die Mail an moses-online wurde mit Einverständnis der Pflegeeltern anonymisiert)

Unser Pflegekind lebt seit über 10 Jahren bei uns und hat Pflegegrad 3. Wir Pflegeeltern sind privat versichert. Das Kind war bis vor zwei Jahren in der Familienversicherung der Mutter. Seit dieser Zeit ist die Mutter nicht mehr auffindbar und das Kind ist somit über das Sozialamt krankenversichert. Die Pflegeleistungen zahlt das Amt direkt.

Jetzt kommen verschiedenste Probleme auf: Zum ersten muss ständig die Zahlung des Pflegekassengeldes neu beantragt werden, die Leistungen der Verhinderungspflege sollen VOR der Inanspruchnahme beantragt, aber im Antrag schon unterschrieben werden, dass die Leistung ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Die Leistungen des Entlastungsbetrags sind unmöglich abzurufen, da die Rechnungen der Dienstleister erst nach der Leistung vorliegen, die genaue Abrechnungssumme jedoch schon vor der Leistung beantragt werden soll usw....

Wir finden die Regelungen maximal drangsalierend und haben viele der Leistungen für das Kind einstellen lassen müssen, da die Finanzierung nicht mehr sicher ist.

Bitte um Ideen und Erfahrungen
  • Gibt es andere Pflegeeltern mit ähnlichen Problemen? Was haben Sie für Erfahrungen gemacht? Haben Sie Lösungen gefunden, die uns weiterhelfen können? Wie können wir hier vorgehen?
  • Kann uns jemand schriftliche Informationen nennen oder einen Experten empfehlen, den wir ansprechen können?
  • Am besten wäre eine Selbsthilfegruppe, die diese Praxis vor Sozialgerichten in Grund und Boden klagen will, denn durch die untergetauchte Mutter ist das Kind jetzt maximal benachteiligt und kann doch selber gar nichts dafür. Die Leistungen sollten ihm schließlich zustehen.

Bitte wenden Sie sich mit Ihren Antworten über unser Kontaktformular an die Redaktion von moses-online. Wir werden Ihre Mails an die Fragenden weiterleiten. Diese entscheiden dann, ob und wie sie mit Ihnen in Kontakt treten möchten. 

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