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24.01.2012
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Bystander bei Cyber-Mobbing - eine Studie der TU-Berlin

Die Rolle von (zunächst) unbeteiligten Zuschauern („Bystander“) beim Phänomen Cybermobbing ist bislang weitgehend unerforscht. Wie reagieren sie auf Fälle von Cyber-Mobbing? Denn Cyber Mobbing ist deswegen so erniedrigend, weil ein unbegrenztes Publikum - die Internetbenutzer - davon erfahren und eingebunden werden kann.

Cyber-Mobbing ist die beabsichtigte Schädigung Dritter über Internet und Mobiltelefon. Formen wie sozialer Ausschluss, Verbreitung von Gerüchten oder Versenden entwürdigender Fotos sind für die Betroffenen besonders deshalb so erniedrigend, weil ein potentiell unbegrenztes Publikum – die Internetnutzer – davon erfahren kann und unter Umständen sogar aktiv in das Geschehen eingebunden wird. Die Rolle dieser (zunächst) unbeteiligten Zuschauer („Bystander“) beim Phänomen Cybermobbing ist bislang weitgehend unerforscht. Wie reagieren sie auf Fälle von Cyber-Mobbing? Bleiben sie passiv, unterstützen sie das Opfer oder gar den Täter? Welche Handlungsgründe bewegen sie zu solchem Verhalten? Aufgrund des immer noch geringen Wissensstandes über die Handlungen und Motive dieser Bystander werden im Rahmen dieser Studie in Gesprächsgruppen Jugendliche zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen von Cyber-Mobbing befragt. Dadurch werden Formen, Motive und Handlungsweisen aller Beteiligten an Online-Aggression herausgearbeitet. Ebenso werden die Jugendlichen nach ihren Vorstellungen und Wünschen zur Verminderung von Cyber-Mobbing befragt. Ziel ist es, die individuellen Erfahrungen der Jugendlichen zu diesem Thema zu erfassen und in die anwendungsorientierte Forschung zu Cyber-Mobbing einfließen zu lassen.
Hier können Sie sich näher über die Studie und deren Ergebnisse informieren

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