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30.10.2013
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Neue Studie: So werden Jugendliche „Komasäufer“

Untersuchung von DAK-Gesundheit und IFT-Nord – Leichter Zugang zu Bier und Wein steigert Risiko für ersten Rausch

Aus der Studie:

Ein leichter Zugang zum Alkohol verführt Jugendliche schneller zum „Komasaufen“. Die wahrgenommene Verfügbarkeit von Bier oder Wein erhöht das Risiko für ein erstes Rauschtrinken deutlich. Das zeigt eine neue Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord).

Hauptergebnis der DAK-Studie: Bei Jugendlichen mit leichterem Alkohol-Zugang lag das Risiko für ein erstmaliges „Binge Drinking“ um 26 Prozent höher als in der Vergleichsgruppe, die nur schwer oder gar nicht an Alkohol gelangen.

26.000 „Komasäufer“ landen im Krankenhaus
„Derzeit landen jährlich mehr als 26.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus“, betont Ralf Kremer, Suchtexperte der DAK-Gesundheit. Um den anhaltenden Trend beim „Komasaufen“ zu stoppen, müsse aus Sicht der Prävention die Verfügbarkeit von alkoholischen Getränken im Jugendalter reduziert werden. In den Geschäften müsse das Mindestalter der Käufer strikt beachtet werden. Die Studie zeige ferner die Verantwortung von Eltern und älteren Geschwistern. Kremer: „Alkohol sollte für Jugendliche zu Hause nicht einfach zu erreichen sein.“

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