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14.07.2020
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Digitalisierung der Kinder- und Jugendhilfe – nicht nur zu Zeiten von Corona

Die Ständige Fachkonferenz 1 (SFK 1) „Grund- und Strukturfragen des Jugendrechts“ des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht eV (DIJuF) hat sich ausführlich mit der Digitalisierung der Kinder- und Jugendhilfe befasst und am 7.7.2020 einen "Zwischenruf" mit wesentlichen Fragen und Überlegungen zu diesem Thema veröffentlicht.

Einleitung des Papiers:

Die Corona-Krise hat die Kinder- und Jugendhilfe vor zahlreiche Herausforderungen gestellt und tut es noch. Besonders eindrücklich zeigt sich dies in den Zugangs- und Kommunikationswegen, die in den letzten Monaten und teilweise weiterhin in digitaler Art und Weise genutzt werden müssen. Die Kinder- und Jugendhilfe ist doppelt gefordert: Zum einen muss sie kurzfristig Lösungen finden, wie auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen verwaltungsinterne Kommunikation effektiv stattfinden kann, und insbesondere, wie der Kontakt zu Kindern und Jugendlichen und ihren Familien aufrechterhalten bzw. aufgenommen werden kann. Dies betrifft sowohl die Hilfeerbringung selbst, also zB die Beratung in digitaler Form durch Fachkräfte in Beratungsstellen, ambulante Hilfen zur Erziehung, die Schulsozialarbeit oder die Schulbegleitung, als auch Aufgaben im Jugendamt, etwa in der Wirtschaftlichen Jugendhilfe oder bspw. auch Hilfeplangespräche, die teilweise in digitaler Form durchgeführt werden. 

Zum anderen kann Corona einen Anlass bieten, sich generell der dringend notwendigen Debatte über Fragen der Digitalisierung der Kinder- und Jugendhilfe zu widmen. Die Nutzung digitaler Medien ist nicht erst seit den Kontaktbeschränkungen und wird vor allem über deren Ende hinaus Thema und Herausforderung in der Kinder- und Jugendhilfe sein. 

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