Sie sind hier

27.08.2018
Hinweis

Frühkindliches Trauma, Dissoziation, Behandlungsmethoden, EMDR

Impulsvorträge für Pflegeeltern, Fachkräfte, Psychotherapeuten, Studierende und am Thema interessierte Menschen. Fachlicher Austausch mit den Experten Dipl. Psych Susanne Leutner und Dr. Harald Schickedanz zu spezifischen Fragestellungen zum Thema am Nachmittag am 29.09.2018 von 10:00 bis 17:00 Uhr in Berlin.

Themen:

Referentin Susanne Leutner

Susanne Leutner ist Diplom-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin in Bonn seit 1989, Praxis für Psychotherapie (TP) mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen, Supervision und Fortbildung für Psychologen und Pädagogen seit 1980. Ihr spezielles Interesse ist die Verbindung verschiedener Behandlungsmodelle mit Schwerpunkt auf Ressourcenintegration, besonders in der Arbeit mit traumatisierten Menschen.

Zum Vortrag:

1. Was heißt Trauma? Wieso ist sexuelle Gewalt traumatisierend?

2. Wie verarbeiten Menschen Traumatisierungen?

• Was sind schädigende und förderliche Bedingungen dafür und wie erreicht man Stabilisierung und Gefühlsregulation.

• Was ist ein gutes Verhältnis von Familienalltag, Pädagogik und Psychotherapie?

3. Was bedeutet es für Pflegeeltern oder eine Einrichtung, mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu arbeiten und zu leben?

• Trauma ist ansteckend, kann zu Überforderung der Erziehungspersonen und ihrer Schutz befohlenen, aber auch zu Retraumatisierung der (anderen) Kinder führen. Kann die Arbeit mit Traumatisierten auch bereichern?

• Wie unterscheide ich im pädagogischen Alltag verschiedene Formen von Traumatisierung und wie gehe ich persönlich als Pflegeperson oder Mitarbeiter/in damit um?

• Wie erkenne ich Bedingungen, die zur Selbstüberforderung, aber auch zur Schädigung von Kindern und Jugendlichen führen können.

• Wie schaffe ich Kooperation und klare Verantwortungen? Wie schaffe ich eine sichere Umgebung in Familien und Teams?

4. Welche persönlichen Voraussetzungen sollten in der Arbeit und im Zusammenleben mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen gegeben sein?

• Wie fördere ich Selbstwahrnehmung, Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit bei mir selbst und bei den Kindern und Jugendlichen?

Referent Dr. med. Harald Schickedanz

Dr. Harald Schickedanz ist Ärztlicher Direktor im Reha-Zentrum Bad Dürrheim, Klinik Hüttenbühl. Er arbeitet seit über 40 Jahren in Krankenhäusern verschiedenster Art und ist als Arzt und Psychotherapeut leidenschaftlich interessiert an Wachstums- und Heilungsprozessen im biologischen, psychologischen und sozialen Bereich.

Zum Vortrag:

1. Wie werden traumatische Erfahrungen weitergegeben?

2. Wie wirken sich traumatische Erfahrungen auf den Körper, auf die Seele und zwischenmenschliche Beziehungen, unter Umständen auch auf Gesellschaften aus?

3. Sind sie heilbar und /oder korrigierbar?

Offene Fragestunde am Nachmittag

Am Nachmittag haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, spezifische Fragen an die Referenten richten zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

Tiefergehende Information

Traum und Trauma

Die ZEIT und auch zeit-online haben in ihren Ausgaben der letzten Woche sehr problemorientiert über Adoptionen, Adoptivkinder und Adoptiveltern berichtet.
Erfahrungsbericht

Corona, meine Kinder und ich …

Erfahrungsbericht einer Pflegemutter über ihren Einsatz für ihre traumatisierten Pflegekinder in der Corona-Krise.
Erfahrungsbericht

von:

Die Sprache traumatisierter Pflegekinder: Janina

Janina hat in ihrer Herkunftsfamilie Gewalt in hohem Außmaß erlebt. Als ihr leiblicher Vater aus der Haft entlassen wird, stellt sich für die Pflegefamilie die Frage, wie sie Janina schützen kann.
Tiefergehende Information

Checkliste für dissoziative Erfahrungen von Kindern

Auf einer Checkliste für dissoziative Erfahrungen von Kindern (CDC, Version 3) werden mögliche Verhaltensweisen von Kindern beschrieben.
Hinweis

von:

Der Film: Systemsprenger

Die Welt beschrieb diesen Film als das Wunder der diesjährigen Berlinale. In der Ankündigung des Films heißt es: " Laut, wild, unberechenbar: Benni! Die Neunjährige treibt ihre Mitmenschen zur Verzweiflung. Dabei will sie nur eines: wieder zurück nach Hause! Ab dem 19. September ist der Film in den Kinos zu sehen.
Projekt

Teufelskreis der Traumatisierungen unterbrechen

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat am 5. Juli mit dem Universitätsklinikum Heidelberg, dem Universitätsklinikum der RWTH Aachen und der Otto-Guericke-Universität Magdeburg das gemeinsame Projekt „Von Generation zu Generation: Den Teufelskreis der Traumatisierung verstehen und durchbrechen“ vorgestellt.
Tiefergehende Information

Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch - Traumatherapeuten starten Informations- und Qualitätskampagne

Auslöser war der Abschlussbericht der unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs: Die drei Fachverbände der Traumatheraupeuten apellieren an die Politik, dessen Empfehlungen umzusetzen.
Tiefergehende Information

Belastungen übertragen sich

"Wie gelingt Stabilisierung in der Beziehungsgestaltung mit komplex traumatisierten Kindern und Jugendlichen?" - Referat im aktuellen 'Elternheft' des Pflegeelternvereins Steiermark
Erfahrungsbericht

Leben mit traumatisierten Kindern - 1. Beispiel

Eine Pflegemutter bereitet in ihrer Küche eine Feier vor. Sie ist spät dran und wirbelt herum. Es ist laut in der Küche und die Pflegemutter schwingt Töpfe und Pfannen, rast hierin und dorthin und bewegt sich heftig. Das Pflegekind ist – wie eigentlich meistens – in ihrer Nähe. Plötzlich fällt der Blick der Mutter auf das Kind, und in der Bewegung erstarrt sie. Das Kind sitzt zusammengekauert in der Ecke der Küche
Erfahrungsbericht

Leben mit traumatisierten Kindern - 3. Beispiel

Mit neun Monaten kommt Marie in die Pflegefamilie. Nach einem dreiviertel Jahr ist die Rückführung geplant. Als ihre Mutter sie holen komm, wehrt sie sich vehement dagegen, in den Kinderwagen gesetzt zu werden. Nur unter lautem Protest verlässt sie die Pflegeeltern.