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25.11.2019

Sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen

Sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen ist nach wie vor ein tabuisiertes und kontrovers diskutiertes Thema, welches jedoch in der Praxis eine hohe Relevanz hat. Vor einiger Zeit wurde dazu eine Expertise mit Empfehlungen an Politik und Gesellschaft herausgegeben. Anlässlich des 5. Europäischen Tages zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch wurde am 18.11.2019 ein neues Erklärvideo veröffentlicht.

Sexualisierte Gewalt in rituellen und organisierten Gewaltstrukturen ist ein sehr komplexes Thema und wird von Strafverfolgungsbehörden, Hilfestrukturen und Politik unterschiedlich bewertet und in den Medien kontrovers diskutiert. Dabei erfordern komplexe Gewaltstrukturen und schwere Traumatisierungen der Betroffenen ein gemeinsames interdisziplinäres Vorgehen, um ein Hellfeld zu schaffen und die Situation für Betroffene zu verbessern.

Ein neues Erklärvideo soll dabei helfen.

Sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen ist nach wie vor ein tabuisiertes und kontrovers diskutiertes Thema, das wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht ist. Demgegenüber stehen jedoch viele Berichte von Betroffenen und professionellen Unterstützer_innen sowie Befragungen und Fachliteratur, die eine hohe Relevanz in der Praxis aufzeigen. Diese Diskrepanz führt in der Öffentlichkeit sowie im fachlichen Diskurs oftmals zu Verständigungsproblemen und Uneinigkeiten. Dabei beschreibt auch die nicht unerhebliche Zahl der beim Fonds sexueller Missbrauch gestellten Anträge von Betroffenen eindringlich die Notlage: Für Menschen mit diesen Erfahrungen ist es oft besonders schwer, Schutz und angemessene Unterstützung zu erhalten und gehört zu werden. Denn die Taten sind schwer zu beweisen und oftmals unfassbar.

Die Kinderschutz-Zentren und ECPAT haben daher mit fachlicher Begleitung ein Erklärvideo zu sexualisierter Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen erstellt, mit dem die Problematik sichtbar gemacht und für den bestehenden Handlungsbedarf sensibilisiert werden soll. Das Video wendet sich an eine breite Fachöffentlichkeit aus den Bereichen Politik, Justiz, Polizei, Verwaltung, Pädagogik, Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen und weiteren Hilfestrukturen und hat zum Ziel Vorbehalte abzubauen, über die Zusammenhänge angemessen aufzuklären und die strukturellen Schwierigkeiten für Behörden und Fachpersonal aufzuzeigen. 

Quelle: Pressemitteilung Kinderschutzzentren 

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