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13.05.2019
Hinweis

Tag der Herkunftsmütter

Sie ziehen sich zurück, verheimlichen das Erlebte, bleiben allein: Es fehlen Akzeptanz und Verständnis für ihre Entscheidung. Der „Tag der Herkunftsmütter“ der jedes Jahr am Samstag vor dem Muttertag begangen wird, soll auf die Situation dieser Frauen aufmerksam machen und dazu beitragen, Verständnis zu wecken. Ins Leben gerufen wurde der „Birthmother’s day“ 1990 von einer Gruppe betroffener Mütter in Seattle, USA.
Adoption – eine Entscheidung aus Liebe zum Kind

„Es braucht diesen Tag der Herkunftsmütter, um die Situation von Frauen, die ihre Kinder freigeben oder anonym zur Welt bringen, sichtbar zu machen“, erklärt Christa Pletz von der Kontaktstelle Anonyme Geburt der Caritas Steiermark. „Herkunftsmütter entscheiden sich in einer äußerst schwierigen Situation dazu, ihrem Kind das Leben zu geben. Sie sorgen dafür, dass es sicher zur Welt kommen kann und wünschen ihm ein gutes Leben in einer neuen Familie. Es ist wichtig, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass sie ihre Entscheidung aus Verantwortung und Liebe zum Kind heraus getroffen haben. Es braucht diesen Herkunftsmuttertag der Kindern sagt: 'Deine Mutter war eine sehr mutige Frau. Diese Entscheidung, dir ein gutes Leben zu ermöglichen, braucht viel Mut. Und diesen hatte deine Mutter.`"

Die Kontaktstelle Anonyme Geburt der Caritas in Graz schließt sich dem Bemühen anderer an, diesen Tag in Europa bekannter zu machen.

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