Sie sind hier

Tiefergehende Information

Manchmal ist das Kind zu verletzt

Manchmal erleben wir allerdings, dass trotz aller Bemühungen der Pflegeeltern und des Kindes selbst, es nur kleine Schritte des Kindes gibt. Diese Kinder haben nicht den Mut die eben beschriebenen Schritte zu gehen, sie können nicht vertrauen. Sie sind im tiefsten Kern ihres Wesens durch schlimme frühkindliche Erfahrungen zerstört worden und fühlen sich im Leben permanent bedroht, auch wenn es keine realen Bedrohungen gibt.

Themen:

Manchmal erleben wir allerdings, dass trotz aller Bemühungen der Pflegeeltern und des Kindes selbst, es nur kleine Schritte des Kindes gibt. Sie als Pflegeeltern bieten dem Kind Ihre Mühen, Ihre Freude, Ihre immerwährenden Versuche, vielleicht sogar Ihre Liebe an und trotzdem erleben wir, dass manche Kinder dieses Angebot der Pflegeeltern nicht annehmen können. Sie sind und bleiben so in ihren vergangenen, traumatisierenden Erfahrungen gefangen, dass sie sich nicht ‚trauen‘.

Diese Kinder haben nicht den Mut die eben beschriebenen Schritte zu gehen, sie können nicht vertrauen. Sie sind im tiefsten Kern ihres Wesens durch schlimme frühkindliche Erfahrungen zerstört worden und fühlen sich im Leben permanent bedroht, auch wenn es keine realen Bedrohungen gibt.

Um jedoch überhaupt Schritte gehen zu können brauchen Pflegekinder in ihrem Umfeld (Pflegefamilie, Schule):

  • Sicherheit und Angstfreiheit
  • Regeln (Regelmäßigkeit) und Verlässlichkeit
  • Verständnis und Ruhe
  • Zeit, Kind sein zu dürfen
  • Genügend Aufmerksamkeit
  • Konkrete, direkte und angemessene Ansprache
  • Geduld und die Erlaubnis, sich ausklinken zu dürfen
  • Wertschätzung
Letzte Aktualisierung am: 
03.10.2012

Das könnte Sie auch interessieren

Hinweis

Traumapädagogik in der Praxis

"Alles was ein Kind zeigt, macht einen Sinn“ heißt es in einem Artikel zur Traumapädagogik, die vom SOS-Kinderdorf veröffentlicht wurde. Viele Pflegekinder haben in ihrem Leben traumatische Erfahrungen gemacht. Der Artikel hilft, ihre Reaktionen darauf zu verstehen und mehr über Trauma und den Umgang mit traumatischen Erfahrungen kennenzulernen.
Hinweis

Hilfe bei der Therapeutensuche

Verschiedene Suchmöglichkeiten um passende Therapeuten und Behandlungsmöglichkeiten zu finden.
Tiefergehende Information

Belastungen übertragen sich

"Wie gelingt Stabilisierung in der Beziehungsgestaltung mit komplex traumatisierten Kindern und Jugendlichen?" - Referat im aktuellen 'Elternheft' des Pflegeelternvereins Steiermark
Projekt

Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche

Die Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie führt mit ihren Kooperationspartnern bundesweit eine erste multizentrische Studie durch, an der Betroffene teilnehmen können. Die Studie wird vom Bundesfamilienministerium gefördert.
Tiefergehende Information

Traum und Trauma

Die ZEIT und auch zeit-online haben in ihren Ausgaben der letzten Woche sehr problemorientiert über Adoptionen, Adoptivkinder und Adoptiveltern berichtet.
Tiefergehende Information

Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch - Traumatherapeuten starten Informations- und Qualitätskampagne

Auslöser war der Abschlussbericht der unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs: Die drei Fachverbände der Traumatheraupeuten apellieren an die Politik, dessen Empfehlungen umzusetzen.
Erfahrungsbericht

Leben mit traumatisierten Kindern - 3. Beispiel

Mit neun Monaten kommt Marie in die Pflegefamilie. Nach einem dreiviertel Jahr ist die Rückführung geplant. Als ihre Mutter sie holen komm, wehrt sie sich vehement dagegen, in den Kinderwagen gesetzt zu werden. Nur unter lautem Protest verlässt sie die Pflegeeltern.
Hinweis

von:

Der Film: Systemsprenger

Die Welt beschrieb diesen Film als das Wunder der diesjährigen Berlinale. In der Ankündigung des Films heißt es: " Laut, wild, unberechenbar: Benni! Die Neunjährige treibt ihre Mitmenschen zur Verzweiflung. Dabei will sie nur eines: wieder zurück nach Hause! Ab dem 19. September ist der Film in den Kinos zu sehen.
Erfahrungsbericht

Leben mit traumatisierten Kindern - 1. Beispiel

Eine Pflegemutter bereitet in ihrer Küche eine Feier vor. Sie ist spät dran und wirbelt herum. Es ist laut in der Küche und die Pflegemutter schwingt Töpfe und Pfannen, rast hierin und dorthin und bewegt sich heftig. Das Pflegekind ist – wie eigentlich meistens – in ihrer Nähe. Plötzlich fällt der Blick der Mutter auf das Kind, und in der Bewegung erstarrt sie. Das Kind sitzt zusammengekauert in der Ecke der Küche
Hinweis

Online-Kurs "Traumapädagogik" - kostenfreie Anmeldung bis 30.9.2020

Der Online-Kurs richtet sich an Fachkräfte, die traumatisierte Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, in ihrem Alltag unterstützen und begleiten. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie Ulm und Universitäre psychiatrische Kliniken Basel bieten diesen und andere Online-Kurse im Rahmen des Verbundprojekt ECQAT an. Bis zum 30. September 2020 können Sie sich für diese Kurse kostenfrei anmelden. Ziel des Kurses ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern praktische Werkzeuge für die Umsetzung der traumapädagogischen Haltung im Alltag an die Hand zu geben. Es wird Grundlagenwissen zu Psychotraumatologie und Traumapädagogik sowie Handlungskompetenzen praxisnah und anwendungsorientiert vermittelt.