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Moses-Online-Magazin

Ausgabe Juli/August 2021

Fachartikel

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Wenn Gesetze sich ändern

In den letzten Monaten gab es mehrere Gesetzesreformen, durch die bestehende Gesetze verändert oder ergänzt wurden. Eine Vielzahl dieser Reformen haben auch Auswirkungen auf die Beteiligten in der Adoptiv- und Pflegekinderhilfe. Die Änderungen reichen von verbesserten Vorschriften bei der Heranziehung von Kosten für junge Menschen in der Jugendhilfe bis hin zu Qualitäts- und Fortbildungsverpflichtungen für Richter in Kindschaftsverfahren.
Kommentar

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Das neue KJSG ist für Pflegefamilien mit Kindern mit Behinderung eine Enttäuschung!

Die Vorsitzende des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. hat eine Bestandsaufnahme zum KJSG für Pflegekinder mit Behinderungen und ihre Pflegefamilien erarbeitet. Kerstin Held schreibt dazu: Viel zu viel bleibt offen oder unklar: Das jetzt beschlossene Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) legt zwar den Grundstein für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe, bringt unseren Kindern mit Behinderung und deren Pflegefamilien erstmal kaum Verbesserungen.
Hinweis

Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts

Am 12.5.2021 ist das Gesetz zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Das Gesetz tritt zum 1.1.2023 in Kraft. Das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht - DIJuF hat seine Synopse zu den Neuregelungen im SGB VIII auf Grundlage der verkündeten Fassung aktualisiert.
Geänderte Rechtslage

Neues Vormundschaftsrecht

Das Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft hat eine Synopse zu Änderungen im BGB für das neue Vormundschafts- und Betreuungsrecht erarbeitet, welches am 1. Januar 2023 in Kraft treten wird.
Hinweis

Gesetzesänderungen im Internet

Inzwischen hat das Bundesamt für Justiz alle in der letzten Zeit geänderten Gesetze, die nun schon in Kraft getreten sind, auf der Internetseite gesetze-im-internet aktualisiert. Sie können dort die Gesetze komplett finden, mit allen neuen, geänderten und unveränderten Paragrafen.
Fachartikel

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Kinderrechte ins Grundgesetz? Ja – aber!

Die Kinderrechte sind durch den Bundestag nicht auf den Weg ins Grundgesetz gebracht worden. Die Debatte um die Notwendigkeit ist damit aber nicht beendet.
Fachartikel

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Sommer, Sonne & Chaos - Urlaub, Reisen und FASD im Gepäck

Gedanken zu Ferien von Pflege- und Adoptivfamilien mit FASD-Kindern.
Nachricht

Adoptionen in 2020

Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass der Anteil der Adoptivkinder unter drei Jahren auf 48 % aller Adoptionen angestiegen ist und zwar vor allem aufgrund von Stiefkindadoptionen wohingegen internationale Adoptionen weiter rückläufig waren.
Politik

Nationaler Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen legt „Gemeinsame Verständigung“ vor

Unter dem Vorsitz von Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht und Johannes-Wilhelm Rörig, dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, kamen Ende Mai erneut über 40 staatliche und nicht-staatliche Spitzenakteure zum Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen zusammen. Anderthalb Jahre nach seiner konstituierenden Sitzung legt das Forum nun eine „Gemeinsame Verständigung“ vor. Darin sind konkrete Maßnahmen in fünf Themenkomplexen enthalten. Ziel ist es Schutz und Hilfen bei sexualisierter Gewalt und Ausbeutung zu verbessern, kindgerechte Gerichtsverfahren zu gewährleisten und die Forschung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt weiter voranzubringen.
Nachricht

1.800 Kinder wachsen in Westfälischen Pflegefamilien auf

Im Jahr 2020 lebten in 1481 Westfälischen Pflegefamilien 1.800 Pflegekinder. Dem Zusammenschluss der Westfälischen Pflegefamilien liegt ein Konzept zugrunde, nach dem Kindern und Jugendlichen mit besonders ausgeprägten Entwicklungsbeeinträchtigungen in einem familiären Rahmen leben können. Mit 48 freien Trägern ist das System bundesweit der größte Träger-Verbund mit einheitlichen Qualitätsmerkmalen.
Hinweis

Ferien-, Freizeit- und Familienangebote auf einen Blick

Kein Lockdown mehr und die Sommerferien haben angefangen oder stehen unmittelbar bevor : Zeit für Erholung, Begegnungen und vor allem für Freizeitangebote. Das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe stellt die Informationen aus den Bundesländern dazu auf einen Blick zusammen.
Hinweis

Wissen bringt Sicherheit: Fünf Forscherideen, die Kindern helfen, den Straßenverkehr besser zu verstehen

So langsam enden in den einzelnen Bundesländern die Sommerferien und die Kinder sind wieder mehr zur Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Straßen unterwegs. Sicherheit auf dem Weg ist deshalb ein wichtiges Thema. Die Stiftung 'Kleine Forscher' hat besonders für Kinder in Kita und Grundschule und ihre Familien Ideen entwickelt, mit denen die Kinder im Straßenverkehr sicherer werden können.
Hinweis

Anregungs- und Beschwerdemöglichkeiten in der Pflegekinderhilfe

Die Verabschiedung des SGB VIII gibt der Bedeutung des Themas nun auch einen entsprechenden rechtlichen Rahmen. Ab sofort liegt mit dem neuen Diskussionspapier "Anregungs- und Beschwerdemöglichkeiten in der Pflegekinderhilfe. Ausgangslage, Anforderungen und Ansatzpunkte", erstellt von Anika Metzdorf-Scheithauer und Heinz Müller ( ism Mainz) im Auftrag des Dialogforum Pflegekinderhilfe, eine gebündelte Zusammenstellung vorhandener Informationen über den aktuellen Stand in der Praxis vor. Daran anknüpfend werden Ansatzpunkte und Anregungen für Anregungs- und Beschwerdemöglichkeiten für eine zukunftsweisende Pflegekinderhilfe erarbeitet. (Broschüre IGFH vom Mai 2021)
Bericht zur Veranstaltung

Sozial-emotionale Vernachlässigung von Kindern

Die Kinderschutzzentren hatten am 17./18. Juni aus Leipzig einen Digital-Kongress zum Thema "Sozial-emotional vernachlässigte Kinder - Probleme und Hilfen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Schule". Die sozial-emotionale Vernachlässigung ist natürlich auch für die Beteiligten in der Pflegekinderhilfe von großer Bedeutung.
Frage und Antwort

Gefahr im Verzug

Pflegeeltern dürfen bei Gefahr im Verzug für das Pflegekind Entscheidungen treffen. Was bedeutet Gefahr in Verzug?
Frage und Antwort

Fragen zum Verhalten des Kindes

Beispiele: Das Kind fragt immer mehrere Familienmitglieder, wenn es etwas wissen will. Es hört nicht zu, wenn ihm etwas gesagt wird. Es antwortet, ohne das, was es sagt, wirklich zu meinen. Das Kind erzählt bei anderen, dass es von den Pflegeeltern nichts zu essen bekommt. Das Kind erklärt den Pflegeeltern, dass sie es hungern lassen, es allein lassen, es gar nicht haben wollen etc. Das Kind spricht nicht über seine Ängste, drückt sie aber durch sein Verhalten aus: Es isst ohne Maßen, hortet Essen in seinem Zimmer oder sonst wo, kontrolliert die Pflegeeltern, fragt immer und immer wieder nach, provoziert, etc. Das Kind läuft immer wieder weg, versteckt sich irgendwo oder droht mit Weglaufen. Ein Kind provoziert den Pflegevater in extremen Maße. In der Auseinandersetzung setzt es immer noch eins drauf. Der Pflegevater hat das Empfinden, dass das Kind es darauf anlegt, von ihm geschlagen zu werden.