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Moses-Online-Magazin

Moses Online Magazin Ausgabe Juni 2020

Fachartikel

von:

Sind Pflegeeltern systemrelevant?

Wann besteht ein Anspruch auf Notbetreuung?

Die Frage einer Pflegemutter „Werden Pflegeeltern als systemrelevant eingestuft? Besteht also ein Anspruch auf Notbetreuung?“ erreichte uns vor Kurzem per Mail und veranlasste uns zu umfassender Recherche. Die Notbetreuung liegt in der Verantwortung der örtlichen Jugendhilfeträger und der Träger der Einrichtungen. Sie haben dafür Sorge zu tragen und Arbeitsmöglichkeiten und Voraussetzungen für die Erfüllung diese Aufgabe zu schaffen.
Fachartikel

von:

Unterstützungsmöglichkeiten für leibliche Kinder in Pflegefamilien mit Kindern mit Behinderungen durch die sozialpädagogischen Fachkräfte des begleitenden Fachdienstes

Extrakt der Masterarbeit der Autorin, die als Sozialpädagogin bei einem Freien Träger in der Begleitung und Beratung von Pflegefamilien mit Kindern mit Behinderungen tätig ist. Die Arbeit hat sich im besonderen Maße mit den leiblichen Kindern der Pflegefamilien beschäftigt, denn gemäß aktuellem Forschungsstand nehmen leibliche Kinder eine wichtige Rolle im Pflegeverhältnis ein, haben Einfluss auf dessen Entwicklung und können auch einen Grund für eine mögliche Beendigung darstellen.
Kommentar

Kommentar zum Artikel der Systemrelevanz von Pflegeeltern

Eine Pflegemutter schildert ihre Bemühungen und Überlegungen, die sie zusammen mit den Pflegeeltern ihrer Selbsthilfegruppe zum Thema Systemrelevanz und zu nötigen Verbesserungen der Rahmenbedingungen von Vollzeitpflege - besonders von Vollzeitpflege für Kinder mit Einschränkungen z.B. FASD und Behinderungen - unternommen hat.
Politik

von:

Bewertungskriterien für eine Reform des SGB VIII aus der Sicht der IGfH

Der Vorstand der Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) hat bedeutsame fachliche Anliegen und Kriterien zur Einschätzung des kommenden Gesetzentwurfes zum SGB VIII formuliert. Die IGfH stellt dabei einige generelle Anforderungen auf und konzentriert sich dann zum einen auf den Themenkomplex „Unterbringung junger Menschen außerhalb ihrer Familie, Kinderrechte und Kinderschutz“ und verweist auf drei weitere Themenfelder, die in den Kontext einer Reform des SGB VIII gehören, die aber in den Diskussionen bisher oft randständig blieben.
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Psychotherapeutisches Angebot für Pflegekinder im Rahmen der ADOPT-Studie

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte ADOPT-Studie (Affektive Dysregulation – Optimierung von Prävention und Therapie) richtet sich in einem Teilprojekt speziell an Pflege- und Heimkinder, welche unter ausgeprägten Schwierigkeiten im Umgang mit negativen Gefühlen und Wutausbrüchen leiden. Die Leitung dieses Teilprojekts liegt bei Prof. Dr. Jörg M. Fegert (Ulm) und Prof. Dr. Michael Kölch (Rostock).
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Abschlussbericht der Kentler-Studie zur Unterbringung von Pflegekindern bei pädophilen Pflegevätern

Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, und das Wissenschaftsteam der Universität Hildesheim – Prof. Dr. Meike Baader, Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Dr. Julia Schröder sowie Dr. Carolin Oppermann – haben heute den Abschlussbericht der Universität Hildesheim zum Wirken von Helmut Kentler in der Berliner öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt. Hintergrund sind Kentlers Initiativen zur Einrichtung von Pflegestellen bei pädophilen, auch wegen Sexualdelikten vorbestraften Männern ab Ende der 1960er bis zu Beginn der 2000er Jahre.
Nachricht aus Hochschule und Forschung

Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten der Corona-Pandemie

DJI Jugendhilfebarometer bei Jugendämtern

Die Corona-Pandemie und die ab Mitte März 2020 zu deren Eindämmung verhängten Maßnahmen haben Auswirkungen auf zahlreiche Lebens- und Gesellschaftsbereiche. Auch die Kinder- und Jugendhilfe ist hiervon betroffen. Um einen ersten empirischen Eindruck zu gewinnen, wie sich die Corona-Pandemie auf bestimmte Bereiche der kommunalen Kinder- und Jugendhilfe auswirkt, wurde vom Deutschen Jugendinstitut e.V. eine bundesweite Onlinebefragung bei allen 575 Jugendämtern durchgeführt, an der sich 371 Ämter beteiligt haben (Rücklaufquote 65 %). Im Fokus der Erhebung stehen Fragen zum Kinderschutz, zur Bereitstellung von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und zur Kommunikation mit den Adressaten. Die empirischen Ergebnisse beziehen sich auf den Zeitraum der Erhebung zwischen 23. April und 12. Mai 2020.
Politik

Referentenentwurf zum neuen Vormundschaftsrecht

Die Überlegungen zu einem neuen Gesetz des Vormundschafts- und Betreuungsrechts laufen schon einige Jahre. Das jetzt gültige Vormundschaftsrecht stammt in weiten Teilen aus der Entstehungszeit des Bürgerlichen Gesetzbuchs aus dem Jahr 1896. Es enthält detaillierte Regelungen zur Vermögenssorge des Vormunds, die allerdings weithin die Verhältnisse um das Jahr 1900 abbilden, und nur wenige Regelungen zur Personensorge. Durch zahlreiche Ergänzungen und Änderungen ist das Vormundschaftsrecht unübersichtlich geworden und bildet die aktuelle Praxis nicht zutreffend ab. Eine neue Regelung ist also unumgänglich.
Arbeitspapier

Junge Menschen ernst nehmen!

'Die Vorzüge institutionalisierter Beteiligung und gelebter Beteiligungskultur auf Landesebene für junge Menschen in stationären Einrichtungen der Erziehungshilfe erschließen.' Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ. Mit dem vorliegenden Positionspapier will die AGJ den bundesweiten Ausbau und die Verstetigung landesweiter Interessenvertretungen von jungen Menschen aus stationären Angebotsformen befördern.
Arbeitspapier

von:

Umgangsbestimmungen durch Vormund*innen und Zusammenwirken mit den sozialen Diensten und Betroffenen

Die vorliegende Expertise wurde im Auftrag der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (Koordinierungsstelle des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft) vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF e. V.) und vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS e. V.) erstellt. Ein Kind hat ein Recht auf Umgang mit seinen Eltern nach § 1684 BGB. Eltern haben nicht nur ein Recht auf Umgang mit ihrem Kind, sondern auch die Pflicht. Bei Kindern unter Vormundschaft stellt sich die Frage, wer in welcher Form für die Planung und Vorbereitung, Gestaltung und ggf. Begleitung des Umgangskontaktes mit den Eltern (oder anderen Angehörigen) oder aber für einen Ausschluss des Umgangs verantwortlich ist, da im Falle von Kindern und Jugendlichen unter Vormundschaft mehrere Institutionen und Fachkräfte in den Hilfeprozess und Hilfeplan involviert sind.
Abschlussbericht

Diversität im Kinderschutz gestalten

Seit vier Jahren bieten die Kinderschutzzentren für interessierte Fachleute Fortbildungen im Rahmen einer Sommerhochschule zu Themen des Kinderschutzes an. So auch 2019. Nun wurden die Texte und Ergebnisse veröffentlicht. Die Texte zur 4. Sommerhochschule Kinderschutz geben einen fundierten Ein- und Überblick in die Inhalte der Sommerhochschule Kinderschutz, die vom 18. bis 20. September 2019 unter der Überschrift "Diversität im Kinderschutz gestalten" an der Hochschule Bremen stattfand. Bremer Schriften zur Sozialen Arbeit. Band 1. Hochschule Bremen.
Aus der Praxis

Begleitung und Beratung in besonderen Zeiten

In Zeiten von Corona und den sich daraus ergebenden Bedingungen von Abstandhalten, Mund- und Nasen-Schutz, Home-Office, lange Zeit Einschränkungen von Kita und Schule etc. veränderte sich auch das Zusammenarbeiten von Fachkräften und Pflegeeltern. Löwenzahn Erziehungshilfe e.V. hat diese Veränderungen im Miteinander von begleitenden Fachkräften und Pflegefamilien, im Leben der Pflegefamilien und der Entwicklung neuer Ideen in der neuen Ausgabe der eigenen Zeitschrift „Pusteblume“ beschrieben. Vielen Dank dafür, dass wir Berichte übernehmen durften.
Fachartikel

von:

Flügel ohne feste Wurzeln?

Wenn das Pflegekind erwachsen wird!

Wie ist es, ein Pflegekind in die Selbstständigkeit zu entlassen? Wer entscheidet eigentlich über den richtigen Zeitpunkt und warum wird gerade von Pflegekindern erwartet, dass sie mit ihrem 18. Geburtstag auch tatsächlich erwachsen sind? Wie stehen die Chancen für behinderte Pflegekinder, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden?
Interview

von:

Spiegel-Interview: Zu viele Familienrichter sind ahnungslos

Der Spiegel veröffentlichte am 14. Juni ein Interview mit Prof. Ludwig Salgo zum Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs. Prof. Salgo ist nicht der Überzeugung, dass verschärftes Strafrecht die Kinder besser schützen würde, er sieht einen Mangel an politischen Entscheidungen und z.B. auch daran, dass Jugendämter zu wenig Beschwerden nach Urteilen der Familiengerichte einlegen.
Aktuelles zur Institution

über:

BiP - Bundesinteressengemeinschaft der Pflegefamilienverbände gegründet

PFAD-Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien, Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. und die AGENDA Pflegefamilien haben die Bundesinteressengemeinschaft der Pflegefamilienverbände (BiP) gegründet. BiP tritt die Nachfolge des „Runden Tisches der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände“ an, der seit 2012 bestand und versteht sich als Weiterentwicklung dieser Initiative. BiP baut auf der dort gemeinsam geleisteten Arbeit auf und versteht sich als gemeinsames Sprachrohr für die Belange von Pflege- und Adoptivkindern und ihren Familien
Erfahrungsbericht

Erfahrungsberichte von Pflegeeltern aus Corona-Zeiten

Für viele Pflegeeltern ist die Corona-Zeit eine völlige Veränderung ihres Lebens mit ihren Pflegekindern. Wir haben schon einmal Berichte veröffentlicht, in denen einige Pflegeeltern diese Zeit als bindungsförderlich und beruhigend für die Kinder beschrieben haben. Für die Eltern bedeutete es immer, sich auf neue Bedingungen einlassen und neue Wege zu beschreiten. Hier beschreibt eine Pflegemutter aus Heinsberg in einem ausführlichen Bericht ihre Erfahrungen im ersten Corona-Hotspot der Bundesrepublik. Zwei kleinere Berichte schildern die "Fast"-Neuaufnahme eines Pflegekindes in dieser Zeit und die Veränderungen im Alltag.