Sie sind hier

08.05.2022
Projekt

Jetzt geht’s los: „Jugendhilfe nachgefragt!“

Ein neues Projekt des Kompetenzzentrums Pflegekinder e.V. für die Zeit vom April 2022 bis Ende März 2023. Das Projekt möchte die Beteiligung von Pflegekindern in der Praxis der Pflegekinderhilfe verankern und verstärken.
Presseinformation des Kompetenzzentrums vom 2. Mai 2022

Das Kompetenzzentrum Pflegekinder e. V. startet im April 2022 bis Ende März 2024 mit seinem Projekt „Jugendhilfe nachgefragt!“. Gefördert wird das Projekt von der Aktion Mensch mit über 250.000 Euro. Das innovative Projekt kommt zur rechten Zeit als passgenaue Antwort auf das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (2021), indem es die darin beschriebene Beteiligung von Pflegekindern nicht nur einfordert, sondern herstellt.

Oft mangelt es in der Pflegekinderhilfe an Information, Aufklärung und Beteiligungsmöglichkeiten. So genannte Hilfeplanungen finden oft über die Köpfe der Kinder und Jugendlichen hinweg statt. Sie müssen stärker als aktive Akteur*innen an ihrer eigenen Lebensplanung beteiligt werden, denn nur so werden sie zu demokratischen Menschen der Gesellschaft. Das Kompetenzzentrum ermutigt mit seinem Projekt, zukünftig neue und transparente Wege für und mit Pflegekindern zu gehen.

Gemeinsam mit Partner*innen der öffentlichen und freien Pflegekinderhilfe agiert „Jugendhilfe nachgefragt!“ zwei Jahre lang und bundesweit an fünf Standorten, u. a. PiB Pflegekinder in Bremen gGmbH, Hephata Diakonie Jugendhilfe Kassel, Pflegefamilienzentrum “Kind im Blick” der Caritas Rostock, und zwei weiteren Trägern, die aktuell gefunden werden.

Mit rund 25 (ehemaligen) Pflegekindern/Careleavern sollen dabei unbeleuchtete Aspekte der Partizipation in der Jugendhilfe aufgedeckt werden.

Anschließend werden Interventionen mit Vertreter*innen des Feldes konzipiert und nachhaltig festgehalten. Diese – in Reportagen und Podcasts festgehaltenen – Interventionen ermöglichen einen intensiven Dialog zwischen Fachkräften der Jugendhilfe und Pflegekindern, eröffnen einen Perspektivwechsel und dienen als Positivimpuls für die zukünftige sozialpädagogische Praxis in der Pflegekinderhilfe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

von:

Neuer Anlauf - neues Glück?

Als Teilnehmerin der Auftaktveranstaltung "Mitreden - Mitgestalten" habe ich meine Eindrücke zusammengefasst.
Bericht

von:

Fachgespräch im Bördekreis: Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD) und Pflegekinderdienst (PKD) – zwei Dienste eine Aufgabe

Bericht zum zweiten Fachtag des Landesverbandes für Pflege- und Adoptiveltern im Lande Sachsen-Anhalt e.V. - diesmal im Bördekreis - mit dem Ziel, durch Öffentlichkeitsarbeit die Beteiligten in der Pflegekinderhilfe zusammen zu führen, einen Blick in die Praxis zu werfen und einen Ausblick auf eine notwendige Zusammenarbeit und Transparenz der Arbeit zu geben.
Projekt

Stand und Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe aus Perspektive der Kommunen

Das Arbeitspapier beinhaltet wesentliche Erkenntnisse aus den kommunalen Expert*innenworkshops im Rahmen des Dialogforums Pflegekinderhilfe (2018/2019). Träger des Projektes ist die Internationale Gesellschaft für Hilfen zur Erziehung - IGFH. Organisation und Dokumentation erfolgte über das Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH
Hinweis

Anstellung von Pflegeeltern im Burgenland

Das Burgenland (Österreich) bietet Pflegeeltern eine Anstellung durch das Land analog des bereits bestehenden Anstellungsmodells für pflegende Angehörige. Das Burgenland sieht sich damit als Vorreiter in der Kinder- und Jugendhilfe und will einen sozialpolitischen Meilenstein setzen.
Hinweis

Leiterin eines Pflegekinderdienstes

Das jugendhilfeportal.de hat im Rahmen seiner Interviewserie 'Im Gespräch' ein Interview mit der Leiterin eines Pflegekinderdienstes veröffentlicht.
Hinweis

von:

Die Inobhutnahme als Beispiel für unterschiedlichstes Handeln in der Jugendhilfe

Artikel "Inobhutnahme: Blackbox Jugendamt" von ZEIT ONLINE. Lange vor Beginn der Corona-Krise hat ZEIT zahlreiche Daten über sogenannte Inobhutnahmen aller 559 deutschen Jugendamtsbezirke ausgewertet. Die Statistiken zeigen: Selbst in geographisch benachbarten Regionen mit ähnlicher sozialer Lage reagieren die Ämter statistisch betrachtet gegensätzlich auf problematische Familiensituationen. Insgesamt belegen die Zahlen eine bundesweit eklatante Streuung. ZEIT erklärt dies mit der überaus großen Eigenständigkeit der Kommunen. ZEIT ONLINE veröfffentlicht darüber hinaus ein Interview mit dem Vorsitzenden der Familienkonferenz Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha zur Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe als Teil der kommunalen Selbstverwaltung.
Kommentar

Kommentar zum Artikel der Systemrelevanz von Pflegeeltern

Eine Pflegemutter schildert ihre Bemühungen und Überlegungen, die sie zusammen mit den Pflegeeltern ihrer Selbsthilfegruppe zum Thema Systemrelevanz und zu nötigen Verbesserungen der Rahmenbedingungen von Vollzeitpflege - besonders von Vollzeitpflege für Kinder mit Einschränkungen z.B. FASD und Behinderungen - unternommen hat.
Interview

von:

Wie lebt es sich als Sozialarbeiterin im Pflegekinderdienst mit einem starken Verein?

Interview mit der Sozialarbeiterin eines Pflegekinderdienstes in einer Stadt, in der es einen engagierten und erfahrenen Pflegeelternverein gibt.
Kommentar

von:

Über die Studie Stabile Pflegeverhältnisse

Die Studie belegt eindrücklich die Bedeutung guter Rahmenbedingungen für die Pflegekinderhilfe.
Nachricht

von:

Neue Website des Dialogforums Pflegekinderhilfe

Das Dialogforum Pflegekinder tagt – im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) – seit 2015. Auf der neuen Webseite des Dialogforums können Expertisen, Diskussionspapiere und Veranstaltungsberichte rund um zentrale Themen der Pflegekinderhilfe abgerufen werden.