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07.07.2022
Projekt

Leaving Care in der Kommune

Das von IGfH und Universität Hildesheim gemeinsam durchgeführte Projekt „Fachstelle: Leaving Care in der Kommune“ reagiert auf den wachsenden Bedarf in Kommunen, in Kooperation von öffentlichen und freien Trägern und Care Leaver*innen - Initiativen, eine Infrastruktur für Care Leaver*innen aufzubauen. Das Projekt hat eine Dauer von zwei Jahren und wird im September 2022 beendet. Inzwischen hat sich jedoch schon viel Lesenswertes angesammelt.

Aus der Webseite zum Projekt

Ziel des Projekts ist es, kommunale Akteur*innen und Entscheidungsträger*innen beim Aufbau kommunaler Infrastrukturen für die Begleitung der Übergänge von Careleaver*innen zu unterstützen und zu beraten. Es geht um die Förderung eines kommunalen Austausches über Beispiele guter Übergangspraxis. Damit sollen weitere Schritte zu einer verbesserten Übergangsbegleitung für Care Leaver*innen angeregt werden.

Das Projekt umfasst sechs Teilbereiche, die mit dem Ziel der Entwicklung kommunaler Infrastrukturen aufeinander abgestimmt sind.
Dazu gehören: die Beratung von Kommunen, um vor Ort zusammen mit freien Trägern eine Infrastruktur mit und für Careleaver*innen zu gestalten, die Aufbereitung von Schnittstellen zwischen gesundheitsbezogenen Diensten, Wohnungslosenhilfe und Sozialen Diensten, die Aufbereitung von Modellen „guter infrastruktureller Praxis“ für Kommunen aus den bisherigecaren Erfahrungen der Careleaver *innen-Initiativen in den vergangenen zehn Jahren, der Aufbau einer digitalen Plattform für Kommunen und für freie Träger, auf der die Hilfen für junge Volljährige angesichts der gesetzlichen Entwicklungen im Bundesteilhabegesetz, des SGB VIII sowie des SGB II & III aufbereitet werden und entsprechende Modelle rechtskreisübergreifender Zusammenarbeit dargelegt werden, die nachhaltige Etablierung der Fachstelle über ein Leaving Care Forum und über die Zusammenarbeit mit Fachverbänden und bundesweiten Vertretungen der Gebietskörperschaften sowie die Vorbereitung eines Leaving Care Forums, in dem, vergleichbar mit dem National Leaving Care Benchmarking Forum in England, Kommunen sich nachhaltig austauschen können.

Ab sofort finden interessierte Kommunen und Fachkräfte umfangreiche Informationen, die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme sowie regelmäßige Neuigkeiten zu den Aktivitäten und geplanten Veranstaltungen und Weiterbildungsangeboten der Fachstelle Leaving Care. 
Langfristig soll ein kommunenübergreifender Fachdialog zur Weiterentwicklung von Übergangsinfrastrukturen für den Leaving Care Prozess in Form eines bundesweiten Forums Leaving Care etabliert werden.

Fachstelle leaving-care

Auf der u.a. Website der Fachstelle leaving-care finden Sie umfangreiche Informationen und Materialien zum Thema. Auf der Website heißt es dazu:

Damit Care Leaver im Übergang aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenleben gut begleitet werden, müssen viele Stellen zusammenarbeiten. Als Öffentlicher Träger, Freier Träger oder Care Leaver Initiative bietet Ihnen die Fachstelle Leaving Care umfangreiche Möglichkeiten zur Vernetzung, Fortbildung und Beratung. 

 Broschüre "Durchblick" der Uni-Hildesheim - Fachstelle leaving-care

Die Broschüre " Durchblick  - Infos für deinen Weg aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenleben " ist eine aktualisierte, mit den Änderungen durch das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz – 5., überarbeitete und erweiterte Auflage! 

Diese Broschüre ist im Rahmen des Projekts »Rechte im Übergang – Begleitung und Beteiligung von Care Leavern« 2016 entstanden und vermittelt unbedingt notwendiges Wissen für junge Menschen, die sich aus der Jugendhilfe heraus verselbständigen wollen. 

Sie können die Broschüre mit dem u.a. Link uploeaden.

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