Sie sind hier

25.07.2011
Projekt

Sichere Bindung macht Kinder stark - Hamburger Modellprojekt WIEGE © NZFH

Eine verlässliche Elternschaft kann auch unter schwierigsten Lebensbedingungen gelingen, wenn Mütter und ihre Kinder eine frühzeitige und intensive Unterstützung erhalten. Das zeigen die Evaluationsergebnisse aus dem NZFH-Modellprojekt „Wie Elternschaft gelingt“ am Standort Hamburg.

Bindung

Nach einem Jahr intensiver Mutter-Kind-Betreuung im Rahmen des Forschungsprojektes konnten fast drei Viertel der Babys eine sichere Bindung zu ihrer Hauptbezugsperson, in aller Regel der Mutter, entwickeln. In einer Kontrollgruppe ohne entsprechende Betreuung waren es nur 45 Prozent. Bei 40 Prozent der Kontrollgruppenkinder im Alter von 24 Monaten schienen jegliche Formen organisierten Bindungsverhaltens zusammenzubrechen, in der Interventionsgruppe zeigten nur 13 Prozent dieses alarmierende Verhalten.

STEEP

STEEP™ (Steps towards effective and enjoyable parenting) ist ein in den USA seit Jahren erfolgreich erprobtes Programm. Es setzt darauf, hoch belastete Familien auf das Zusammensein mit ihrem Kind vorzubereiten und mithilfe von Videoaufnahmen ("Seeing is believing") von Eltern-Kind-Interaktionen ein gelungenes, einfühlsames Verhalten zu erkennen und zu festigen. Seit 2004 wird STEEP™ in einem hochschulübergreifenden Verbund der HAW Hamburg zusammen mit der FH Potsdam in Praxiseinrichtungen eingeführt.

mehr Infos finden Sie hier

Das könnte Sie auch interessieren

Projekt

von:

Pflegekinderprojekt der Uni Köln

Prof. Roland Schleiffer, Lehrstuhl für Psychatrie und Psychotherapie in der Heilpädagogik der Uni Köln macht ein Projekt zur "Entwicklung der Bindungsbeziehungen junger Pflegekinder" und sucht Pflegekinder, die in das Projekt eingebunden werden können.
Tiefergehende Information

Adoptiv- und Pflegekinder und ihre Familien

In den letzten Jahren/Jahrzehnten hat sich die Sichtweise über die Frage der Bedeutung der Herkunft für Adoptiv- und Pflegekinder verändert. Während man vor vielen Jahren noch fest an die allein selig machende und allein wirkungsvolle Prägung durch Erziehung glaubte, wissen wir heute, wie deutlich wir durch die Gene unserer Eltern geprägt werden und wie bedeutsam die Art des Aufwachsens in den ersten Lebensjahren ist.
Interview

von:

Erwartungen an die Welt - Interview von Henrike Hopp mit Susanne Lambeck zum Thema Bindung

Im Interview erklärt Susanne Lambeck, Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis, mit dem Schwerpunkt Pflegekinder mit Behinderung, was passiert, wenn Kinder sich sicher und geschützt fühlen und was passiert, wenn dies nicht der Fall ist.
Projekt

Wie sich der Alltag von Kindern in Zeiten von Corona verändert

Um zu untersuchen, wie Kinder mit den Einschränkungen in der Corona-Krise umgehen und wie sie sich auf ihr Wohlbefinden auswirken, hat das Deutsche Jugendinstitut eine Online-Befragung gestartet. Im Fokus der Studie stehen die Sozialbeziehungen von Kindern. Eltern, Pflegeeltern und Adoptiveltern können sich an der Befragung "Kindsein in Zeiten von Corona - Mediennutzung, Freunde und Familie" beteiligen.
Projekt

von:

Forschungsprojekt „ Bindungsentwicklung junger Pflegekinder“

Noch weitere Pflegefamilien gesucht, die sich beteiligen möchten! Ziel des Forschungsvorhabens der Uni Köln - Prof. Schleiffer- ist es, diejenigen Faktoren herauszufinden, die es dem Kind trotz der häufig belastenden Vorerfahrungen ermöglichen, eine sichere Bindung an ihre Pflegeeltern aufzubauen.
Tiefergehende Information

In Sicherheit die Welt betrachten

Pflegekinder und Adoptivkinder sind erst einmal KINDER. Auch in der Schule. Sie sind Kinder in besonderen Lebenssituationen – so wie es ein weiterer Teil der Kinder in der Klasse auch sind - z.B. Kinder von Alleinerziehenden, Migrantenkinder, Kinder in Armut, vernachlässigte Kinder, Kinder mit Gewalterfahrung.
Tiefergehende Information

Viele Pflegekinder sind wie erfroren und erstarrt wenn sie zu Ihnen kommen

Kinder kommen in Pflegefamilien, um dort wieder hilfreiche Bindungen aufbauen zu können. Bindungen zu neuen wichtigsten Bezugspersonen bewirken dann die Möglichkeit, auch Beziehungen zu anderen Menschen aufzunehmen. Beziehungen sind unumgänglich notwendig, um sozial angemessen in der Gesellschaft leben zu können.
Projekt

von:

Neu in der Familie - Bindungsentwicklung bei Pflegekindern

Eine Studie der Fachhochschule Dortmund untersucht, warum es einigen Kindern besser als anderen gelingt, neue positive Bindungen aufzubauen.
Erfahrungsbericht

von:

«Wer hat hier eigentlich das Sagen?»

Erfahrungsbericht eines Pflegevaters zu Kontinuität und Diskontinuität in Pflegeverhältnissen im komplexen Helfersystem
Tiefergehende Information

Eltern-Kind-Interventionen stärken die Bindung und beugen Misshandlungen vor

Misshandlung und Vernachlässigung in der Kindheit hinterlassen oft lebenslange Spuren. Kann das Kind keine sichere Bindung aufbauen, sind auch zukünftige Beziehungen des Kindes oft unbefriedigend. Eine Eltern-Kind-Psychotherapie kann hier helfen und vorbeugen. Sheree L. Toth und Julie Gravener vom Mount Hope Family Center in Rochester, New York, USA, geben einen Überblick über bisherige Erkenntnisse.