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Alltag mit Kindern

Sexualisiertes Verhalten

Sexualisiertes Verhalten eines Kindes drückt mit größter Wahrscheinlichkeit aus, dass das Kind sexuellen Missbrauch erlitten hat. Sexueller Missbrauch bedeutet, dass ein Erwachsener oder Jugendlicher seine Position der Macht, seine geistige und körperliche Überlegenheit und das Vertrauen und die Unwissenheit des Kindes dazu benutzt hat, seine eigenen sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen.

Sexualisiertes Verhalten eines Kindes drückt mit größter Wahrscheinlichkeit aus, dass das Kind sexuellen Missbrauch erlitten hat.

Was ist sexueller Missbrauch?

Sexueller Missbrauch bedeutet, dass ein Erwachsener oder Jugendlicher seine Position der Macht, seine geistige und körperliche Überlegenheit und das Vertrauen und die Unwissenheit des Kindes dazu benutzt hat, seine eigenen sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen.

Sexuelle Missbraucher sind sowohl Männer als auch Frauen die

  • ein Kind zur eigenen sexuellen Erregung anfassen und sich berühren lassen
  • ein Kind dazu überreden oder zwingen, ihn oder sie nackt zu betrachten oder sexuelle Handlungen mit anzusehen
  • Kinder für pornografische Zwecke benutzen oder ihnen Pornografie vorführen
  • Den Intimbereich eines Mädchens (Po, Scheide, Brust) oder Jungen (Po, Penis) berührt oder das Kind zu oralem, analem oder vaginalem Geschlechtverkehr zwingt, also vergewaltigt.

Was erlebt das Kind durch den sexuellen Missbrauch?

Das Kind empfindet Vertrauensverlust gegenüber dem Täter und den nicht schützenden Elternteil. Es empfindet Sprachlosigkeit, denn es kann die Dinge nicht benennen. Es empfindet Schuldgefühle und Angst. Missbrauchte Kinder können oft nicht nein sagen und erleben eine Verzerrung der eigenen Wahnehmung. und sind durch die Grenzüberschreitung schwer verwirrt und irritiert.
Kinder erleben darüber hinaus Heimlichkeit (sie müssen das Geschehen als Geheimnis bewahren) und Hilflosigkeit. Sie fühlen sich in dem Ganzen verstrickt und erleben, dass das Geschehen oft abgestritten oder nicht überzeugend offen gelegt wird.

Wenn Vater, Stiefvater oder Mutter das Kind missbrauchen setzt sich im Kind auch die Überzeugung fest, dass dies eben zum Mutter- oder Vater-Sein gehört und Eltern dies dürfen. Das Bild Mutter, das Bild Vater ist dementsprechend im Kopf des Kindes so verknüpft.

Darüber hinaus erfahren manche Kinder Zuneigung und Wertschätzung ihrer Person nur in dieser sexualisierten Rolle. Dies bringt die Kinder dazu, den Erwachsenen entsprechend gegenüber zu treten und die ihnen zugewiesene Rolle auch in ihrem Verhalten anzunehmen. Sie zeigen sexualisiertes Verhalten weil sie glauben, so gewünscht und angenommen zu werden.

Was ist sexualisiertes Verhalten?

Sexualisiertes Verhalten ist ein Verhalten des Kindes welches von seinem Gegenüber als grenzüberschreitend wahrgenommen wird. Dieses Verhalten verursacht bei anderen Kindern oder Erwachsenen ein komisches Gefühl. Es wird als ‚so nicht richtig’ empfunden, als zu nah zu intim.

Das Kind, welches über längere Zeit Missbrauch erleben musste, verhält sich so, weil es seine Rolle so bisher erfahren hat und daher glaubt, so sein zu müssen. Es weiß meist nicht, dass das bisher Erfahrene nicht „normal“ ist.

Beispiele sexualisierten Verhaltens in der Pflegefamilie:

  • Das 4jährige Mädchen sitzt mit seinem Pflegevater in der Badewanne und fordert ihn auf es „da unten zu lecken“.
  • Der 5jährige Junge greift wie selbstverständlich an die Brüste der Pflegemutter und reibt diese.
  • Das Kindergartenkind geht ruhig auf den Pflegevater zu und fängt an, seinen Gürtel an der Hose zu öffnen.
  • Das Kind küsst mit Zungenküssen.
  • Das Kind greift den Männern der Familie in den Schritt und klatscht ihnen auf den Po.
  • Der Pflegevater hat das Gefühl, von der Pflegetochter „angemacht“ zu werden.
  • Das Kind empfindet „normale“ Handlungen als Aufforderung und reagiert entsprechend.

Usw. usw.

Diese Handlungen hinterlassen bei den Erwachsenen normaler weise ein Gefühl von Unbehagen und Grenzüberschreitung. „Das geht zu weit“ empfinden sie. Das empfinden auch diejenigen, die den Vorfall nur sehen.

Hilfen

Es ist notwendig, dass Pflegeeltern und Adoptiveltern vorher wissen, ob das Kind sexuellen Missbrauch erlitten hat. Sie sollten bei der Vorstellung eines Kindes dies nachfragen. Ich weiß, dass gerade diese Frage oft nicht richtig beantwortet wird, da die Vermittlungsstelle oft nur Vermutungen aber nichts Handfestes hat. Bleiben Sie aber hartnäckig und erläutern Sie, warum Ihnen dieser Punkt so wichtig ist.

Pflegeeltern sollten auf keinen Fall ein Kind aufnehmen, welches älter ist als ihre leiblichen Kinder. Es ist immer wieder passiert, dass aus den Opfern später auch Täter werden können und leibliche Kinder darunter leiden.

Ein sexuell missbrauchtes Kind braucht einen Alltag, in dem sein Verhalten nicht erschreckt aber in klare Grenzen gewiesen wird. Die Pflegeeltern müssen sich mit der Frage des sexuellen Missbrauchs auseinandergesetzt haben und bereit sein, ihren Alltag für ein solches Kind auch notwendigerweise angemessen zu verändern.

Sexuell missbrauchte Kinder brauchen eine therapeutische Hilfe, die Pflegefamilie braucht fachkundige und engere Beratung und Begleitung und Austausch mit gleich betroffenen Pflegefamilien.

Leider werden auch sexuell missbrauchte Kinder in ihren Pflegefamilien wiederum zu Opfern sexuellen Missbrauchs durch Pflegevater, Pflegemutter oder anderen Jugendlichen in der Familie. Andererseits haben wir auch die Erfahrungen gemacht, dass Pflegeväter durch ihre Pflegetöchter des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wurden, ohne dies jedoch getan zu haben. Die besondere Situation traumatisierter Kinder und ihre Übertragungen des traumatisierenden Geschehens auf andere Situationen und Personen macht eine solche Beschuldigung notwendigerweise zu einer schwierigen Aufgabe für die Vermittlungsstellen und Betreuer. Ist dem Kind das geschehen, was es sagt oder ist hier eine Übertragung passiert?

Pflegeeltern, die ein sexuell missbrauchtes Kind aufnehmen sollten sich dieser Gefahr bewusst sein und während der gesamten Zeit des Pflegeverhältnisses mit ihren Betreuern das Verhalten des Kindes und auch Veränderungen des Kindes offen besprechen. Nur durch Offenheit kann ein gegenseitiges Vertrauen erreicht werden. Ebenso ist es sicherlich notwendig, dass den Pflegeeltern von Seiten ihres Trägers oder Jugendamtes erklärt wird, was generell passieren würde, wenn eine solche Anschuldigung im Raum stände und wie darauf reagiert werden würde.
Wenn es keine klaren Regelungen des Trägers oder Jugendamtes zu solchen Anschuldigungen gibt befinden sich die Pflegeeltern in einer permanent unsicheren Situation, in der sie sich auch dem Pflegekind gegenüber ausgeliefert fühlen könnten. Dies wiederum würde ein Miteinander zutiefst erschweren. Hier brauchen Pflegeeltern Klarheit und Vertrauen ihrer Helfer und Betreuer.

Tipps für den Alltag

Reaktionen auf sexualisiertes Verhalten des Kindes im Alltag der Familie

Klare Regeln und Anweisungen: zum Beispiel:

  • wir laufen nur bekleidet durchs Haus
  • wir reden darüber, wenn wir uns komisch fühlen
  • wir geben klare Anweisungen
  • geküsst werden nur die Familienmitglieder und keine Fremden
  • du setzt dich nur auf meinen Schoß
  • du gehst nur mit mir von dieser Feier weg
  • du bleibst angezogen
  • etc etc.

Bitte geben Sie diese Anweisungen und Erinnerungen an Regeln immer wieder, diese werden von den Kindern sonst nicht mehr erinnert und wahrgenommen.

In England haben vor einigen Jahren die Beschuldigungen gegenüber Pflegeeltern ein ziemliches Ausmaß angenommen. Der Verband der Pflegeeltern hat deswegen Vorschläge ausgearbeitet, die den Alltag in der Pflegefamilie sicherer machen können:

Ratschläge an Pflegeeltern zum Umgang mit sexuell missbrauchten Pflegekindern

Ratschläge englischer Pflegeeltern

Bei der Aufnahme eines sexuell missbrauchten Kindes in Vollzeitpflege ist die Erstellung von familiären Regeln unbedingt notwendig und hilfreich. Die Regeln dienen dem Schutz des Pflegekindes und der übrigen Familienmitglieder. Damit können Risikosituationen benannt und vermieden werden.
Besonders die Männer müssen sich ihre Rolle in der Pflegefamilie sorgfältig bewusst machen. Die Regeln sollten schriftlich dem Pflegekinderdienst zur Kenntnis gebracht werden.

Wie sollen Gefühle gezeigt werden?

Menschen zeigen ihre Gefühle in unterschiedlicher Weise. Pflegeeltern sollten ihre Ansprüche nicht unbedingt vom Pflegekind verlangen. Denn wenn für das Kind früher Berührungen mit etwas anderem in Zusammenhang gebracht wurden als mit dem Ausdruck eines positiven Gefühls, dann wird es nicht verstehen, dass jemand es wirklich nur liebevoll berühren möchte und das kein Vorspiel für sexuelle Aktivitäten ist.
Pflegekinder sollten gefragt werden, ob sie geküsst, gestreichelt oder geknuddelt werden wollen. Sie müssen von den Pflegeeltern ermutigt werden, nein zu sagen, wenn sie nicht angefasst werden möchten. Spiele, die mit Kitzeln oder Balgen verbunden sind, sollte man vermeiden. Denn die damit einhergehenden Berührungen könnten missverstanden werden.
Erwachsene dürfen sich nicht in Situationen bringen, die zu einer körperlichen Überlegenheit gegenüber dem Kind rühren. Das verstärkt die Schwierigkeit des Kindes, die Kontrolle zu behalten. Einem älteren Pflegekind müssen die Pflege eitern helfen, herauszufinden, wie es von den Erwachsenen Zuwendung ohne zu großen Körperkontakt erhalten kann.

Im Badezimmer

Alle Kinder, die in der Lage sind, sich selbst zu waschen, zu duschen oder zu baden, sollen das allein tun. Wenn ein Kind dabei die Aufsicht oder Hilfe eines Erwachsenen braucht, sollte diese durch die Pflegemutter erfolgen, oder beide Pflegeeltern sollten es gemeinsam tun. Die Tür soll dabei unversperrt und leicht geöffnet bleiben. Pflegeväter und männliche Jugendliche sollten Pflegekinder nicht allein baden und anziehen.

Wie soll man sich kleiden?

Es muss darauf geachtet werden, dass jedes Familienmitglied und die Pflegekinder einen Morgenmantel, Nachtbekleidung und Hausschuhe haben. In der Pflegefamilie sollte man nicht in Unterwäsche herumlaufen. Wenn Pflegeeltern das tun, können sie Erinnerungen des Kindes auslösen, die es veranlassen, mit Sexualität zu antworten. Diese Mißinterpretation kann die Familienmitglieder verwirren: Sie wissen dann nicht, wie sie sich verhalten sollen.

Spielsituationen

Alle Kinder sollten in Hörweite der Pflegeeltern sein, wenn sie spielen. Wenn es still wird, sollte die Situation schnell kontrolliert werden. Den Kindern sollte nicht erlaubt sein, hinter verschlossenen Türen oder in Schlafzimmern zu spielen.
Sexuell missbrauchte Kinder bedürfen beim Spielen mit anderen Kindern einer besonderen Aufmerksamkeit. Wenn sie mit Kindern außer Haus spielen wollen, ist die Verantwortung der Pflegeeltern besonders groß.

Das Schlafzimmer der Pflegeeltern

Viele kleine Kinder gehen gern ins Bett der Eltern, um mit ihnen zu reden, zu spielen, Geschichten zu hören, oder wenn sie sich nicht wohl fühlen. Pflegefamilien müssen auf die damit evtl. verbundenen Gefahren/Probleme achten. Es ist ein Dilemma für sie, zwischen den üblichen Verhaltensweisen Kindern gegenüber und gewissen Schutzanforderungen bei Pflegekindern entscheiden zu müssen: Sexuell missbrauchte Kinder können das gemeinsame „im Bett liegen" mit Erfahrungen von sexuellem Missbrauch in Verbindung bringen und erhalten falsche Signale darüber, was passieren könnte und was akzeptabel ist. Pflegeeltern sollten daher solchen Kindern ihre Liebe und Zuneigung außerhalb ihres eigenen Schlafzimmers zeigen.

Kinderzimmer

Manche Kinder, die sexuell missbraucht worden sind, brauchen vielleicht ihren eigenen Raum, um lernen zu können, dass sie ein Recht auf Rücksicht und Intimität haben. Für andere Kinder kann es wichtig sein, dass sie ihre persönlichen Sachen irgendwo sicher aufbewahren können. Die Regeln im Kinderzimmer sollten klar sein, unabhängig davon, ob Kinder es allein oder gemeinsam benützen. Die Kinder sollten nicht gemeinsam in einem Bett schlafen. Alle Familienmitglieder müssen verstehen, wie bedrohlich es für ein sexuell missbrauchtes Kind ist, wenn seine Intimität verletzt wird. Mit wachsendem Alter sollte den Kindern mehr und mehr die Kontrolle darüber zugestanden werden, wen sie in ihr Zimmer lassen. Jeder, der ihr Zimmer betreten will, sollte zuerst um Erlaubnis fragen und dann die Tür offen lassen. Dies ist sowohl für die Erwachsenen als auch für Kinder wichtig. Besonders Männer müssen achtsam und einfühlsam sein bei allem, was sie tun.

Zubettbringen

Vorzugsweise sollte die Pflegemutter diese Aufgabe übernehmen oder beide Pflegeeltern gemeinsam. Pflegemütter und -väter sollten die Tür offen lassen, wenn sie das Kind zu Bett bringen. Jeder in der Familie sollte immer daran den ken, was für die Sicherheit des Pflegekindes wichtig ist.
Pflegeeltern müssen sich gute Regelungen überlegen, wenn sie ausgehen wollen. Sie sind verantwortlich für die Pflegekinder in ihrem Haushalt und haben auch die Verantwortung gegenüber Babysittern und anderen Personen, die auf dir Kinder aufpassen. Sie müssen überlegen, wie sie jedes Risiko für die Kindci vermeiden können. Sinnvoll sind z.B. Vereinbarungen mit anderen vertrauten Pflegefamilien. Gut wären gleichzeitig zwei Betreuungspersonen. Wenn nur eine Person gefunden werden kann, dann sollten das nicht das eigene Kind odn andere Jugendliche sein. Der Babysitter muss sich darüber klar sein, dass ein Kind versuchen kann, die Betreuungsperson gegen die Pflegeeltern „auszuspielen".

Autofahren

Allein mit einem Pflegekind Auto zu fahren, kann eine gute Gelegenheit für einen Einzelkontakt sein. Eine solche Situation ist günstig, weil es oft leichter ist, miteinander ohne direkten Augenkontakt zu sprechen. Andererseits kann sich ein sexuell mißbrauchtes Kind allein mit einem Erwachsenen im Auto sehr unsicher fühlen - umso mehr, wenn es in einer solchen Situation mißbraucht worden ist.
Männer sollten daher Fahrten allein mit dem Pflegekind eher vermeiden.

Photo- und Video-Aufnahmen

Es ist wichtig zu wissen, ob beim sexuellen Mißbrauch des Pflegekindes auch Photos oder Videos eine Rolle gespielt haben. Wenn ja, ist Vorsicht angesagt bei Aufnahmen von Familienaktivitäten. Auf Jeden Fall muss das Kind erst um Erlaubnis gefragt werden; Kopien der Fotos sind für das Kind wichtig, ebenso die Information darüber, wer die Aufnahmen zu sehen bekommt und warum.
Keine Fotos sollten gemacht werden von Kindern im Bad, wenn sie unbekleidet sind oder nur Unterwäsche tragen.

Sexualerziehung und Sexualität

Genaue Kenntnis über die sexuelle Entwicklung von Kindern ist für Pflegeeltern von sexuell mißbrauchten Pflegekindern unverzichtbar. Sie müssen über das Thema Sexualität mir den Kindern im Gespräch bleiben, um zu erfahren, was in der Schule und an anderen Orten besprochen wird. Auf diese Weise können wichtige Informationen rechtzeitig gegeben und Mißverständnisse vermieden werden.
Ein Teil der Sexualerziehung besteht darin, die Kinder nein sagen zu lehren. Sie müssen lernen, Situationen zu vermeiden, die ein Mißbrauchsrisiko sein können, und wie sie sich selbst und andere vor unangemessenen sexuellen Aktivitäten schützen können. Pflegeeltern müssen die Unterschiede zwischen akzeptablem und unakzeptablem sexuellen Verhalten erklären.
Alle Pflegepersonen, Männer besonders, müssen wissen, dass sie sexuelle Gefühle haben können, wenn ein Kind mit sexualisiertem Verhalten auf eine bestimmte Situation reagiert. Pflegeeltern können das als unangenehm empfinden oder Angst und Schuldgefühle entwickeln. Diese sexuellen Gefühle sie aber nicht das Problem. Entscheidend ist, dass den Gefühlen keine sexuelle Aktivitäten dem Kind gegenüber folgen. Offene Kommunikation und die Bereitschaft, über Sexualität miteinander zu sprechen, sind notwendig, um alle Beteiligten zu schützen.

In Anlehnung an die Broschüre „Safe Caring“ der britischen Pflegeelternvereinigung

Letzte Aktualisierung am: 
22.09.2009

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